STADTBEFESTIGUNG LA NEUVEVILLE Weltweit | Europa | Schweiz | Kanton Bern | Verwaltungskreis Berner Jura | La Neuveville (Neuenstadt) |
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| Allgemeine Informationen | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Sehenswertes Städtchen am nordwestlichen Ufer des Bielersees, das um 1312 durch den Fürstbischof von Basel gegründet wurde. Zusammen mit dem Château du Schlossberg markierte La Neuveville die südliche Grenze des Fürstbistums. Von den mittelalterlichen Befestigungsanlagen sind noch vier runde bzw. halbrunde Wehrtürme sowie die beiden Stadttore erhalten. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Informationen für Besucher | |||||||||||||||||||||||||||||||
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| Bilder | |||||||||||||||||||||||||||||||
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| Grundriss | |||||||||||||||||||||||||||||||
![]() Quelle: weitgehend neu gezeichnet von O. Steimann, 2026 | auf Basis von: Gutscher, Daniel - La ville – fondation et vestiges préurbains | In: Actes de la Société jurassienne d’émulation, 2. Serie, Bd. 116/2013 | Porrentruy, 2014 | S. 140 |
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| Historie | |||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Stadtgründung im frühen 14. Jhdt.
In den 1280er-Jahren hatte der Fürstbischof von Basel über dem Bielersee das Château de Schlossberg erbauen lassen, um sein Territorium gegen die aufstrebenden Grafen von Neuenburg abzusichern. Letztere reagierten darauf 1309 mit der Verstärkung des benachbarten Turms von Nugerol. Fürstbischof Gérard de Vuippens (Wippingen) liess das nicht unbeantwortet und gründete nur wenige Jahre später am Seeufer unterhalb seiner Burg das Städtchen La Neuveville (Neuenstadt). Als Gründnungsjahr wird allgemein 1312 angenommen – allerdings wird bereits 1310 ein Bürger von La Neuveville erwähnt. Weitgehend erhaltene Befestigungswerke Der Bau der Gründungsstadt war um 1318 abgeschlossen. Sie hatte schon damals die heute noch erhaltene Form mit je einem Tor auf der Nord- und der Südseite. Jede Ecke war mit einem Rundturm bewehrt, wovon die beiden seeseitigen Exemplare noch ganz erhalten sind, der «Tour Jaggi» in der Nordwestecke zumindest teilweise. In der Mitte der westlichen und der östlichen Stadtmauer stand zusätzlich je ein Halbrundturm, wovon der westliche («Tour Hildebrandt») ebenfalls noch vorhanden ist. Die eigentliche Stadtmauer, durchschnittlich etwa 1,75 Meter stark und 9 Meter hoch, ist an verschiedenen Stellen erhalten geblieben. Der umlaufende Stadtgraben wurde ab 1810 hingegen zugeschüttet. Förderung durch die Fürstbischöfe von Basel Mit der Handfeste, die Gérard de Vuippens 1318 der neuen Stadt ausstellte, erhielt diese umfangreiche Freiheitsrechte. Auch den nachfolgenden Fürstbischöfen war viel daran gelegen, sich die Loyalität der Bürger in diesem Vorposten weitab von Basel zu sichern. 1338 erhielt La Neuveville das Recht auf einen Wochenmarkt. 1341 wurde es den Bürgern erlaubt, Fenster in die Ringmauern zu brechen. Als Fürstbischof Johann III. de Vienne 1367 auf der Burg Schlossberg von den Bernern belagert wurde, halfen die Stadtbewohner, die Angreifer zurückzudrängen. Als Dank dafür erhielten sie von ihrem Landesherrn im Folgejahr weitere Freiheiten, darunter das Recht auf ein eigenes Banner und mehr militärische Unabhängigkeit. Spärliche Umbauten bis ins 16. Jhdt. Der Konflikt mit Bern konnte beigelegt werden, und 1388 schloss La Neuveville mit der Aarestadt einen Burgrechtsvertrag, 1395 ebenso mit Biel. Obwohl die Stadt formell mit der Kastlanei Schlossberg verbunden blieb, schwand der Einfluss des Fürstbischofs im Spätmittelalter zusehends. 1425 verkaufte er der Bürgerschaft das Eigentumsrecht an der Stadtmauer und am Stadtgraben. Das mag mit ein Grund sein, weshalb die Befestigungsanlagen von La Neuville kaum noch ausgebaut wurden. Einzig die Türme wurden im Spätmittelalter verschiedentlich etwas aufgestockt. Der Rundturm an der Nordostecke der Stadt wurde hingegen abgebrochen und um 1520 durch den «Tour Carrée» (mit quadratischem Grundriss) ersetzt. Zeit des Umbruchs und Übergang an Bern 1604 und wiederum 1704 erhielt La Neuveville eine neue Stadtordnung. Ab 1711 kam es wiederholt zu politischen Auseinandersetzungen mit Fürstbischof Johann Konrad von Reinach, der in seinen Gebieten eine absolutistische Herrschaft durchsetzen wollte. Schliesslich musste Bern intervenieren, um den Frieden sicherzustellen. Nach dem Einmarsch der französischen Revolutionsarmee wurde La Neuveville von 1797 bis 1800 Hauptort des Département Mont-Terrible. 1815 wurde es dem Kanton Bern zugeschlagen. |
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| Quellen: Zusammenfassung der unter Literatur angegebenen Dokumente | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Literatur | |||||||||||||||||||||||||||||||
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| Webseiten mit weiterführenden Informationen | |||||||||||||||||||||||||||||||
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