BURGSTELLE ZWINGHERRENHUBEL
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Allgemeine Informationen
Burgstelle in Spornlage im Wald südlich von Zäziwil. Sichtbar sind der Burghügel mit einem steil abgeböschten Hauptplateau, Gräben auf der Süd- und Westseite sowie ein vorgelagerter Wall. Zur Geschichte dieser Anlage liegen keine gesicherten Erkenntnisse vor.
Informationen für Besucher
Geografische Lage (GPS)
WGS84: 46° 53’ 27.00“ N, 07° 40’ 00.90" E
Höhe: 762 m ü. M
Topografische Karte/n
Schweizer Landeskarte: 617.400 / 193.330
Kontaktdaten
k.A.
Warnhinweise / Besondere Hinweise zur Besichtigung
keine
Anfahrt mit dem PKW
Von Bern auf der Hauptstrasse 10 in östlicher Richtung über Worb und Grosshöchstetten bis nach Zäziwil fahren. Beim Kreisverkehr im Zentrum nach Süden abbiegen und der Thunstrasse bis über den Bahnübergang folgen. Kurz danach links in die Oberhüningenstrasse (in Richtung Appenberg) einbiegen und dieser bis zum Weiler Moosgraben folgen (wenige Parkmöglichkeiten). Wenige Schritte südlich des letzten Gebäudes führt ein markierter Wanderweg ostseits der Strasse steil durch den Wald bergauf zum Burghügel (Zustieg ca. 10 Min.).
Anfahrt mit Bus oder Bahn
Ab Bern mit der S-Bahn (Linie 2 in Richtung Langnau i.E.) bis nach Zäziwil fahren. Vom Bahnhof dem markierten Wanderweg nach Reutenen in südlicher Richtung über Moosgraben bis zum Burghügel folgen (Zustieg ca. 30 Min.).
Wanderung zur Burg
k.A.
Öffnungszeiten
ohne Einschränkung
Eintrittspreise
kostenlos
Einschränkungen beim Fotografieren und Filmen
ohne Beschränkung
Gastronomie auf der Burg
keine
Öffentlicher Rastplatz
keiner
Übernachtungsmöglichkeit auf der Burg
keine
Zusatzinformation für Familien mit Kindern
keine
Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer
nicht möglich
Bilder
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Grundriss
Grundriss Zwingherrenhubel
Quelle: gezeichnet von O. Steimann, 2025
Historie
Die Wall- und Grabenanlage
Der Zwingherrenhubel ist eine langgezogene Burgstelle in Spornlage zwischen zwei Bachtobeln, rund 1 km südlich von Zäziwil. Während der Hügel mit dem Burgareal weitgehend unangetastet zu sein scheint, wurde die Wall- und Grabenanlage, die ihn auf zwei Seiten umgibt, durch die Anlage von Wegspuren in der Neuzeit teilweise zerstört. Erkennbar ist, dass der Sporn einst durch einen breiten Halsgraben von der Anhöhe des Siehenwalds abgetrennt wurde. Entlang der Westflanke ist ein weiterer Graben sichtbar, dem ein Wall vorgelagert ist. Ob sich ein solcher einst auch auf der Ostseite befand, ist unklar; der dafür in Frage kommende Geländeabsatz wird heute von einer Forststrasse eingenommen.

Die Gliederung des Burgareals
Der einstige Kern der Wehranlage befand sich offenbar am südlichen Ende der Anhöhe. Hier ist ein rundum steil abgeböschtes Plateau mit einem Randwall erkennbar. Es misst rund 25 x 35 Meter. Nördlich davon erstreckt sich eine etwas tiefer gelegene, lange und unebene Fläche. Möglicherweise stand hier einst eine Vorburg.

Im Einflussgebiet der Freiherren von Signau
Der Flurname Zwingherrenhubel verweist auf eine einstige Adelsburg, doch taucht die Anlage in keiner Schriftquelle auf. Auf dem Gemeindegebiet von Zäziwil existieren weitere, ähnliche Burgstellen – Spuren von Anlagen, die vermutlich im 11. oder 12. Jhdt. aus Holz erbaut und bereits früh wieder aufgegeben wurden.
Das Niedergericht über das 1299 erstmals erwähnte «Cezzenwile» gehörte den Freiherren von Signau, ebenso hatten sie in der Gegend einigen Streubesitz. Im Spätmittelalter war die Burg auf dem Zwingherrenhubel aber höchstwahrscheinlich schon nicht mehr bewohnt und geriet mitsamt ihrem eigentlichen Namen in Vergessenheit. Archäologische Untersuchungen haben bis heute keine stattgefunden.
Quellen: Zusammenfassung der unter Literatur angegebenen Dokumente
Literatur
  • Burkhardt, Hans Rudolf et al. - Zäziwil: Beiträge zur Geschichte unserer Gemeinde | Zäziwil, 1999 | S. 62-65
  • Moll, Heinz J. - Erdwerke in der Region Bern, Bd. 2 | Norderstedt, 2017 | S. 144-145
Webseiten mit weiterführenden Informationen
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