BURGSTELLE RONDCHÂTEL Weltweit | Europa | Schweiz | Kanton Bern | Verwaltungskreis Berner Jura | Péry-La Heutte |
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| Allgemeine Informationen | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Kegelförmiger Hügel in der Klus von La Reuchenette, dessen Kuppe auf mehreren Stufen künstlich terrassiert wurde. Rondchâtel war ein Lehen des Fürstbistums Basel, das im 14. Jhdt. vom jeweiligen Bischof an Verwandte vergeben wurde. Vermutlich wurde die Burg im späten 14. Jhdt. zerstört und im Zuge der Industrialisierung des Tals im 19. Jhdt. vollständig abgetragen. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Informationen für Besucher | |||||||||||||||||||||||||||||||
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| Bilder | |||||||||||||||||||||||||||||||
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| Grundriss | |||||||||||||||||||||||||||||||
![]() Quelle: gezeichnet von O. Steimann, 2026 |
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| Historie | |||||||||||||||||||||||||||||||
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Klar erkennbar und doch umstritten
Mitten in der Klus von La Reuchenette erhebt sich ein 45 Meter hoher, kegelförmiger Hügel, der auf drei Seiten von der Suze (Schüss) umflossen wird. Seine strategisch hervorragende Lage ist von jedem Punkt im Tal aus klar erkennbar, zumal hier auch die Römerstrasse von Avenches nach Kaiseraugst vorbeiführte. Das an diesem Ort bereits in der Spätantike eine Befestigungsanlage stand, wird seit langem vermutet, konnte bislang aber nicht bewiesen werden. Auch die Existenz einer mittelalterlichen Burganlage auf dem Hügel von Rondchâtel wird in der neueren Literatur als umstritten bezeichnet, weil eine Sondiergrabung 1995 keine Ergebnisse geliefert habe. Dem stehen allerdings sehr augenfällige Geländeformen, ältere Abbildungen und diverse historische Hinweise entgegen. Die Topografie des Burghügels Die künstlich terrassierte Hügelkuppe fällt gegen drei Seiten sehr steil zum Fluss hin ab und musste eigentlich nur gegen Südwesten hin geschützt werden. Dennoch zieht sich eine spiralförmige Terrassierung rund um die oberste Fläche. Besonders breit ist sie gegen Südwesten – dabei dürfte es sich um ein später ausplaniertes Wall- und Grabensystem handeln. Auch der Zugang zur Wehranlage ist im Südwesten zu vermuten, wo im Gelände noch ganz schwach eine alte Wegspur auszumachen ist. Das Areal der Kernburg misst etwa 32 x 22 Meter und weist deutliche Spuren einer früheren Bebauung auf. Im westlichen Teil scheint der Hauptturm gestanden zu haben, der offenbar von einem runden inneren Bering umgeben war, was auch den Namen «Rondchâtel» (Rundburg) erklären würde. Rondchâtel als Basler Lehen im 14. Jhdt. Die mittelalterliche Wehranlage entstand wahrscheinlich im 13. Jhdt. Wie das benachbarte Château de Péry war auch Rondchâtel bei seiner ersten Erwähnung um 1340 ein Lehen des Fürstbistums Basel. Damals gab Bischof Johann II. Senn von Münsingen es in die Hände seines Bruders Konrad, Meyer von Biel. Beide Brüder starben 1365. Der neue Bischof, Jean de Vienne, übertrug das Lehen nun auf seinen Neffen Jean de Nans (oder Nant), einen Adligen aus der Freigrafschaft Burgund. Glaubt man dem spätmittelalterlichen Berner Chronisten Konrad Justinger, so soll Jean als Herr von Rondchâtel 1376 im Gefecht von Schwadernau in den Reihen der bischöflichen Truppen gegen die Grafen von Thierstein und Neu-Kyburg gekämpft haben und bei der Niederlage in Gefangenschaft geraten sein. Die letzten Lehnsträger und der Abgang der Burg Es wird davon ausgegangen, das die Burg von Rondchâtel in einem der zahlreichen Konflikte des späten 14. Jhdts. zerstört wurde. Als die zugehörigen Güter und Rechte 1393 als Lehen an die Herren von Orsans vergeben wurden, war sie offenbar bereits zerfallen. Die Orsans behielten das Lehen bis zu ihrem Aussterben 1766. Dann verpachtete es das Bistum an die Gemeinde Péry. Dass zu jener Zeit auf dem Burghügel noch beträchtliche Mauerreste aufragten, beweist eine überlieferte Skizze des Basler Landschaftsmalers Anton Winterlin aus der Zeit um 1840/50 (siehe Bildergallerie). In den darauffolgenden Jahrzehnten muss die Ruine aber vollständig abgetragen worden sein. Sehr wahrscheinlich wurde sie zur Gewinnung von Baumaterial für die zahlreichen Industrieanlagen ausgebeutet, die zu jener Zeit in der Klus entstanden. |
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| Quellen: Zusammenfassung der unter Literatur angegebenen Dokumente | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Literatur | |||||||||||||||||||||||||||||||
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| Webseiten mit weiterführenden Informationen | |||||||||||||||||||||||||||||||
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