BURG KRONEGG
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Allgemeine Informationen
Nicht einfach zu erreichende Ruine einer kleinen Wehranlage auf einem felsigen Sporn über dem Kronegggraben. Sichtbar sind noch verschiedene Mauerzüge, insbesondere eines Turms mit quadratischem Grundriss. In den mittelalterlichen Quellen findet die Burg keine Erwähnung.
Informationen für Besucher
Geografische Lage (GPS)
WGS84: 46° 39’ 40.30“ N, 07° 36’ 44.80“ E
Höhe: 746 m ü. M
Topografische Karte/n
Schweizer Landeskarte: 613.300 / 167.790
Kontaktdaten
k.A.
Warnhinweise / Besondere Hinweise zur Besichtigung
Anspruchsvoller Zustieg. Das Burgareal ist ungesichert und fällt gegen Süden und Osten sehr steil ab.
Anfahrt mit dem PKW
Von Spiez her kommend auf der Kantonsstrasse 11 das Simmental aufwärts bis nach Wimmis fahren. Wo die Strasse kurz nach Wimmis die Simme überquert, vor der Brücke links abbiegen und der Burgholzstrasse am südlichen Flussufer talaufwärts folgen. Nach 1,6 km bei der ersten Möglichkeit wieder links abbiegen und der Burgholzstrasse in südöstlicher Richtung bergauf folgen, bis nach ca. 900 Metern rechts eine kleine Strasse zum Schiessstand Wimmis-Burgholz abbiegt. Parkmöglichkeiten vor Ort. Kurz vor dem Schiessstand führt ein unmarkierter Wanderweg talseits von der Zufahrt weg und dann nach Westen in den Wald am Rand des Kronegggrabens. Dem Pfad abwärts folgen, bis er auf einer kleinen Brücke den Bach überquert. Von hier muss man sich in südöstlicher Richtung über den Berghang zur Burgruine durchschlagen. Teilweise findet man Ansätze eines Pfads, es existiert jedoch kein durchgehender Weg. Genaue Karte unbedingt erforderlich!
Anfahrt mit Bus oder Bahn
Mit der Bahn ab Bern bis Spiez. Ab hier weiter mit dem Regionalzug R11 (in Richtung Zweisimmen) bis zur Haltestelle Burgholz. Auf der Talstrasse (Ansmatte) 400 zurück nach Osten gehen, wo die Burgholzstrasse nach Süden abzweigt. Weitere Wegbeschreibung: siehe oben.
Wanderung zur Burg
k.A.
Öffnungszeiten
ohne Einschränkung
Eintrittspreise
kostenlos
Einschränkungen beim Fotografieren und Filmen
ohne Beschränkung
Gastronomie auf der Burg
keine
Öffentlicher Rastplatz
keiner
Übernachtungsmöglichkeit auf der Burg
keine
Zusatzinformation für Familien mit Kindern
keine
Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer
nicht möglich
Bilder
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Grundriss
Grundriss Kronegg
Quelle: Wellauer, Wilhelm - Neues über umstrittene alte Burgen im Niedersimmental | In: Berner Zeitschrift für Geschichte und Heimatkunde, 2. Jhg. | Bern, 1940 | S. 26 | überarbeitet von O. Steimann, 2026
Historie
Abgelegene Burg ohne urkundliche Erwähnung
Die Ruinen der Burg Kronegg erheben sich auf einem felsigen Sporn am östlichen Ende des Eggwalds, hoch über dem Einschnitt des Kronegggrabens. In gerodetem Zustand muss der Burgfelsen einen guten Ausblick auf das untere Simmental und den durch die Letzi Spissen geschützten Übergang nach Wimmis geboten haben.
Die heute nur mühsam zu erreichende Wehranlage war im Mittelalter vermutlich das Zentrum einer kleinen Rodungsherrschaft, die vielleicht nur kurze Zeit bestand. In den mittelalterlichen Quellen wird die Burg jedenfalls nicht erwähnt. In der einschlägigen Literatur finden sich Hinweise auf eine lokale Adelsfamilie von Kronegg, die aber ausschliesslich im oberen Simmental Erwähnung findet, unter anderem im Zusammenhang mit der Burg Mannenberg.

Erwähnungen in der Neuzeit
Auf der 1578 erschienenen Landkarte des Berner Arztes Thomas Schöpf ist die Kronburg als Ruine eingezeichnet. Sie muss damals aber noch bedeutend grössere Mauerreste aufgewiesen haben als heute: Um 1740 wurde sie nämlich als Steinbruch ausgebeutet, um Baumaterial für eine Erweiterung der banachbarten Burg Wimmis zu gewinnen.

Hinweise auf das Aussehen der Burganlage
Das Burgareal bildet den Abschluss eines langgezogenen, felsigen Grats und ist von diesem durch einen Halsgraben getrennt. Der Zugang erfolgte offensichtlich wie heute von Nordwesten. Hier ist am Fuss des Felsens noch ein vorgelagerter Mauerzug erkennbar, der einst zur Toranlage gehört haben dürfte.
Das Plateau der Kernburg bildet ungefähr ein Rechteck von 9 x 24 Metern. Auf dem westlichen, bergseitigen Teil stand offenbar ein Turm mit einem quadratischen Grundriss von etwa 9 Metern Seitenlänge. Von diesem sind noch gut erkennbare Mauerreste vorhanden, vor allem auf der Nordseite und in der südwestlichen Ecke. Der östliche Teil des Areals hingegen weist nur noch wenige Spuren von Mauern auf, die teilweise in den steilen Abhang hin zum Kronegggraben gebaut wurden und wohl auch eine Stützfunktion hatten. Archäologische Untersuchungen wurden auf Kronegg bislang keine durchgeführt.
Quellen: Zusammenfassung der unter Literatur angegebenen Dokumente
Literatur
  • Liechti, Erich - Burgen, Schlösser und Ruinen im Simmental | Thun, 2021 | S. 56-57
  • Moll, Heinz J. - Ruinen von Burgen und Sakralbauten im Kanton Bern | Norderstedt, 2019 | S. 47-49
  • Von Fischer, Rudolf - Die Burgen und Schlösser des Kantons Bern: Berner Oberland, I. Teil | Basel, 1938 | S. 27-29
  • Wellauer, Wilhelm - Neues über umstrittene alte Burgen im Niedersimmental | In: Berner Zeitschrift für Geschichte und Heimatkunde, 2. Jhg. | Bern, 1940 | S. 21-27
Webseiten mit weiterführenden Informationen
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