BURGSTELLE ROMONT (ROTMUND)
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Allgemeine Informationen
Durch Wall und Graben geschützte Burgstelle auf einer felsigen Anhöhe im Wald oberhalb von Romont BE. Da keine eindeutige Erwähnung in den Schriftquellen vorliegt, ist mit einer frühen Aufgabe der Burg zu rechnen, bei der es sich vermutlich um eine Wehranlage aus Holz handelte.
Informationen für Besucher
Geografische Lage (GPS)
WGS84: 47° 11’ 38.40“ N, 07° 20’ 15.80“ E
Höhe: 770 m ü. M
Topografische Karte/n
Schweizer Landeskarte: 592.350 / 227.010
Kontaktdaten
k.A.
Warnhinweise / Besondere Hinweise zur Besichtigung
keine
Anfahrt mit dem PKW
Die Autobahn A5 bei der Ausfahrt Grenchen verlassen und der Archstrasse in nordwestlicher Richtung nach Grenchen folgen, bis diese nach Unterquerung einer Bahnlinie auf einen Kreisverkehr trifft. Hier nach Südwesten halten und der Bielstrasse 1,3 km folgen, bis rechts der Abzweiger nach Romont BE folgt (Oelestrasse). Dieser Strasse bergauf durch den Wald bis nach Romont BE und weiter in Richtung Vauffelin folgen. Kurz nach Romont zweigt rechts ein Strässchen ab, das in nordöstlicher Richtung bergauf bis zu einer Verzweigung bei einer Waldhütte führt. Hier rechts halten und 150 Meter bergab parkieren, wo am Rand einer Lichtung ein Pfad nach Süden in wenigen Schritten zur Burgstelle führt.
Anfahrt mit Bus oder Bahn
Ab Biel mit der Buslinie 71 bis zur Endhaltestelle Romont BE fahren. Vom Dorf führt ein markierter Wanderweg in nordwestlicher Richtung auf die Montagne de Romont. Dieser führt zunächst steil bergauf durch einen Wald und trifft dann auf eine Lichtung und ein Strässchen. Dem bergseitigen Waldrand nach Osten folgen bis zum Ende der Lichtung. Hier nach Süden halten, wo ein Pfad hinauf zur Burgstelle führt (Zustieg ca. 25 Min.).
Wanderung zur Burg
k.A.
Öffnungszeiten
ohne Einschränkung
Eintrittspreise
kostenlos
Einschränkungen beim Fotografieren und Filmen
ohne Beschränkung
Gastronomie auf der Burg
keine
Öffentlicher Rastplatz
keiner
Übernachtungsmöglichkeit auf der Burg
keine
Zusatzinformation für Familien mit Kindern
keine
Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer
nicht möglich
Bilder
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Grundriss
Grundriss Romont (BE)
Quelle: gezeichnet von O. Steimann, 2026
Historie
Ein gut geschütztes Plateau
Am bewaldeten Berghang nördlich des Dorfes Romont im Berner Jura erhebt sich eine Felsrippe, hinter der eine schöne Lichtung (genannt «Sur les Roches») liegt, die heute als Hochweide dient. Auf dem höchsten Punkt dieser felsigen Anhöhe sind noch deutliche Spuren einer Wehranlage zu erkennen. Während das Gelände gegen Süden hin steil abfällt, wurde es gegen alle anderen Richtungen durch einen halbkreisförmigen Graben, eine künstliche Böschung und einen inneren Wall am Rand des Plateaus geschützt. Dieses misst etwa 40 x 27 Meter und hat in seinem Zentrum eine kleine Anhöhe – ein oberes Plateau.
Auf der ganzen Burgstelle sind keine Mauer- oder Mörtelspuren zu finden. Zu vermuten ist eine Anlage aus Holz. Auch die Zeitstellung ist unklar.

Die Herrschaftsverhältnisse in Romont
Das eher abgelegene Dorf Romont wird 1311 als «Redemont» erstmals in den Schriftquellen erwähnt. Seine deutsche Bezeichnung «Rotmund» ist heute nicht mehr gebräuchlich. Im Spätmittelalter gehörte es zur Herrschaft Erguël, die dem Fürstbischof von Basel unterstand. Die Basler Kirche trat 1311 ein Lehen in Romont an Bourkard de la Roche ab. Wer es zuvor für sie verwaltet hatte, ist nicht bekannt. Möglicherweise war es ein lokales Ministerialengeschlecht, das auf der Burg über dem Dorf wohnte. Die im 14. Jhdt. in Biel ansässige Familie de Romont kann es jedoch nicht gewesen sein, denn diese war nicht adelig.

Auflassungszeitpunkt unklar
Die Familie de la Roche soll im 14. und 15. Jhdt. ein Schloss zwischen Romont und dem Nachbarort Vauffelin besessen haben. Ob damit die gleiche Burg gemeint sein könnte, ist unklar – angesicht des Fehlens von Mauerspuren aber eher unwahrscheinlich. So muss auch offenbleiben, wann die Wehranlage aufgegeben wurde. Archäologische Untersuchungen wurden bislang keine durchgeführt.
Quellen: Zusammenfassung der unter Literatur angegebenen Dokumente
Literatur
  • Aeschbacher, Paul - Die Burgen und Schlösser des Kantons Bern: Jura und Seeland, II. Teil | Basel, 1936 | S. 48
  • Gagnebin-Diacon, Christina - Romont (BE) | In: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Stand vom 27.08.2026: hls-dhs-dss.ch
Webseiten mit weiterführenden Informationen
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