TURM ST. MARGRETHEN
 Weltweit | Europa | Schweiz | Kanton Graubünden | Region Surselva | Ilanz / Glion

Klicken Sie in das Bild, um es in voller Grösse ansehen zu können!
Allgemeine Informationen
Im Mittelalter standen mindestens zwei, möglicherweise sogar drei ritterliche Wohntürme innerhalb der Stadtbefestigung von Ilanz. Erhalten geblieben ist nur der 1436 erstmals erwähnte Turm St. Margrethen, der seit der zweiten Hälfte des 15. Jhdts. als Glockenturm für die benachbarte Kirche dient.
Informationen für Besucher
Geografische Lage (GPS)
WGS84: 46° 46' 23.34“ N, 09° 12' 11.26“ E
Höhe: 712 m ü. M
Topografische Karte/n
Schweizer Landeskarte: 734.760 / 181.730
Kontaktdaten
k.A.
Warnhinweise / Besondere Hinweise zur Besichtigung
keine
Anfahrt mit dem PKW
Ab Chur auf der Autobahn A13 das Rheintal aufwärts bis zur Ausfahrt Reichenau. Nun auf der Hauptstrasse 19 das Vorderrheintal hinauf über Flims bis nach Ilanz. Parkmöglichkeiten im Stadtzentrum. Der Turm steht im Zentrum der Altstadt, unweit südwestlich des Bahnhofs.
Anfahrt mit Bus oder Bahn
Regelmässige Bahnverbindung von Chur nach Ilanz.
Wanderung zur Burg
Der Alpenpässe-Weg führt unmittelbar an der Ilanzer Altstadt vorbei.
Öffnungszeiten
nur Aussenbesichtigung möglich
Eintrittspreise
-
Einschränkungen beim Fotografieren und Filmen
ohne Beschränkung
Gastronomie auf der Burg
keine
Öffentlicher Rastplatz
keiner
Übernachtungsmöglichkeit auf der Burg
keine
Zusatzinformation für Familien mit Kindern
keine
Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer
für Aussenbesichtigung möglich
Bilder
Klicken Sie in das jeweilige Bild, um es in voller Grösse ansehen zu können!
Grundriss
Grundriss Turm St. Margrethen
Quelle: gezeichnet von O. Steimann, 2012/2019
Historie
In Ilanz werden drei mittelalterliche Wohntürme vermutet, von denen heute aber nur noch einer erhalten ist. Einerseits hat die ältere Forschung den Wohnsitz des 1255 erwähnten «Henricus de Brinegge» in der Stadt am Rhein gesucht, aber nicht identifizieren können. Und 1486 verkaufte Hans von Capaul einen Turm mit Hof zu Ilanz, der direkt an der Stadtmauer stand, an den Bischof von Chur. Auch der genaue Standort dieses Gebäudes ist unbekannt.

Als eines der Wahrzeichen von Ilanz steht hingegen der Turm St. Margrethen noch heute im Zentrum der befestigten Altstadt. Seine früheste Erwähnung geht auf das Jahr 1436 zurück. 1438 kaufte die Ilanzer Kirchgemeinde diesen Bau von Elsa von Fontana. In einem vier Jahre später ausgestellten Pfandbrief verzichtete auch ihr Sohn Flury von Ramein auf seine Rechte am Turm.

Vor dem Verkauf muss das mittelalterliche Gebäude als Wohnturm genutzt worden sein. Es misst im Grundriss 9 x 9 Meter bei einer Mauerstärke von 1,8 Metern, der alte Hocheingang lag auf der Nordseite im zweiten Stockwerk. Nach 1438 wurde der stolze Bau zum Campanile (Glockenturm) für die benachbarte, bereits 1287 errichtete Kirche St. Margrethen umfunktioniert. Dafür wurden vor allem das Innere und der Oberbau des Turms baulich stark verändert. Eine weitere Umgestaltung erfolgte möglicherweise um 1518, als die Kirche in spätgotischem Stil neu erbaut wurde.
Quellen: Zusammenfassung der unter Literatur angegebenen Dokumente, inkl. Infotafel am Turm
Literatur
  • Clavadetscher, Otto P. / Meyer, Werner - Das Burgenbuch von Graubünden | Zürich/Schwäbisch Hall, 1984 | S. 83-84
  • Poeschel, Erwin - Das Burgenbuch von Graubünden | Zürich/Leipzig, 1930 | S. 231
  • Poeschel, Erwin - Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden, Bd. IV: Die Täler am Vorderrhein, I. Teil: Das Gebiet von Tamins bis Somvix | Basel, 1942 | S. 65
  • Schmid, Leo / Maissen, Alfons - Ilanz / Glion | Ilanz, 1977 | S. 73-74
  • Von Castelmur, Anton - Die Burgen und Schlösser Graubündens, II. Teil: Bündner Oberland und Seitentäler | Basel, 1944 | S. 28
Webseiten mit weiterführenden Informationen
    -
zurück nach oben | zurück zur letzten besuchten Seite Download diese Seite als PDF-Datei
Alle Angaben ohne Gewähr! | Die Bilder auf dieser Webseite unterliegen dem Urheberrecht! | Letzte Aktualisierung dieser Seite: 16.05.2019 [OS]