BURG SCHWARZENSTEIN
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Allgemeine Informationen
Schwarzenstein ist eine eindrückliche, zweiteilige Ruine auf einem rund 50 Meter langen Felsrücken über dem Vorderrheintal. Die Anlage entstand vermutlich um die Mitte des 13. Jhdts. und war im Besitz der Freiherren von Rhäzüns
Informationen für Besucher
Geografische Lage (GPS)
WGS84: 46° 45' 01.11" N, 09° 04' 21.21" E
Höhe: 1176 m ü. M
Topografische Karte/n
Schweizer Landeskarte: 724.840 / 178.980
Kontaktdaten
k.A.
Warnhinweise / Besondere Hinweise zur Besichtigung
rundum sehr steil abfallendes, weitgehend ungesichertes Burgareal
Anfahrt mit dem PKW
Ab Chur auf der Autobahn A13 das Rheintal aufwärts bis zur Ausfahrt Reichenau. Nun auf der Hauptstrasse 19 das Vorderrheintal hinauf über Flims bis nach Ilanz
Anfahrt mit Bus oder Bahn
Regelmässige Bahnverbindung von Chur nach Ilanz. Ab hier weiter mit dem Postauto in Richtung Obersaxen, Friggahüs. Bei der Station Grosstobel aussteigen und der Strasse entlang ein Stück zurückgehen. Bei St. Joseph zweigt ein Wanderweg hinunter zur Burg ab.
Wanderung zur Burg
k.A.
Öffnungszeiten
ohne Einschränkung
Eintrittspreise
kostenlos
Einschränkungen beim Fotografieren und Filmen
ohne Beschränkung
Gastronomie auf der Burg
keine
Öffentlicher Rastplatz
keiner
Übernachtungsmöglichkeit auf der Burg
keine
Zusatzinformation für Familien mit Kindern
keine
Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer
nicht möglich
Bilder
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Grundriss
Grundriss Schwarzenstein
Quelle: Clavadetscher, Otto P. / Meyer, Werner - Das Burgenbuch von Graubünden | Zürich/Schwäbisch Hall, 1984 | S. 103 | bearbeitet von O. Steimann, 2011
Historie
Schwarzenstein ist wahrscheinlich die jüngste, aber auch die bedeutendste der vier Burgen von Obersaxen. Sie nimmt einen knapp 50 Meter langen Felsrücken am steilen Berghang zwischen den Ortsteilen St. Joseph und Tavanasa vollständig ein. Talseits fällt der Burgfelsen senkrecht ab, bergseits ist er durch einen breiten, wohl weitgehend natürlichen Graben gut gesichert. Die Ringmauer der Burg folgt der Geländekante und ist über weite Strecken noch in einer Höhe von mehreren Metern erhalten.

Heute betritt man die Burg über eine kurze Leiter und einen engen Durchgang beim Ostttrakt. Im Mittelalter befand sich das Burgtor allerdings auf der Nordseite des Westtrakts, direkt über der senkrecht abfallenden Steilwand. Zugänglich war es über eine Holzkonstruktion, die vom Graben her westlich um den Burgfelsen bis zu diesem Durchgang führte. Der grosse Hof zwischen den beiden Hauptgebäuden blieb offenbar weitgehend unverbaut. Beide Kopfbauten sind zeitgleich mit der Ringmauer errichtet worden. Und in beiden gab es mehrere quadratische Wandnischen, von denen einige noch erhalten geblieben sind. In einer zweiten Bauphase wurde der Osttrakt gegen den Hof hin um einen rechteckigen Anbau erweitert. Erst in einer dritten Phase entstanden die nur noch stellenweise sichtbare Ringmauer über dem nördlichen Steilabfall und eine Traversenmauer beim Osttrakt, durchbrochen von einem Tor mit Rundbogen.

Das Mauerwerk von Schwarzenstein ist qualitativ schlechter als jenes der benachbarten Burgen. Dies und die exponierte Lage sprechen für eine Gründung um die Mitte des 13. Jhdts. Als Bauherren sind die Freiherren von Rhäzüns Im Verlauf des 14. Jhdts. wurde die Burg wohl bereits verlassen. Damals übernahm der Ammann der zugewanderten Walser die niedere Gerichtsbarkeit in Obersaxen, weshalb sich die Anwesenheit rhäzünischer Dienstleute erübrigte. Als 1468 das Rhäzünser Erbe geteilt wurde, hielt man die Burg bereits nicht mehr für erwähnenswert. In der entsprechenden Urkunde ist nur noch von einem Hof «genant Swartzenstein» die Rede.
Quellen: Zusammenfassung der unter Literatur angegebenen Dokumente
Literatur
  • Bitterli, Thomas - Schweizer Burgenführer, mit Einschluss des Fürstentums Liechtenstein | Basel/Berlin, 1995 | Nr. 312
  • Clavadetscher, Otto P. / Meyer, Werner - Das Burgenbuch von Graubünden | Zürich/Schwäbisch Hall, 1984 | S. 103-105
  • Meyer, Werner (Red.) - Burgen der Schweiz, Bd. 3: Kanton Graubünden (deutschsprachiger und romanischer Teil) | Zürich, 1983 | S. 88
  • Poeschel, Erwin - Das Burgenbuch von Graubünden | Zürich/Leipzig, 1930 | S. 239-240
  • Poeschel, Erwin - Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden, Bd. IV: Die Täler am Vorderrhein, I. Teil: Das Gebiet von Tamins bis Somvix | Basel, 1942 | S. 298
  • Von Castelmur, Anton - Die Burgen und Schlösser Graubündens, II. Teil: Bündner Oberland und Seitentäler | Basel, 1944 | S. 55-56
Webseiten mit weiterführenden Informationen
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