1228 - 1230
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Die Provinz Moray erhob sich gegen den schottischen König Alexander II.. Weihnachten 1230 schlug der König den Aufstand entgültig nieder. Um Moray zu sichern holte der König verlässliche Gefolgsleute in die Provinz. Das Gebiet von Urquhart übergab er an Sir Thomas "le Durward". Kurze Zeit später starb Sir Thomas jedoch und vererbte seine Ländereien an seinen Sohn Alan Durward, den Schwiegersohn des Königs. Vermutlich began dieser mit dem Bau der Burg.
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1275
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Nachdem Alan Durward ohne männlichen Nachkommen verstorben war, vergab der König die Burg an John Comyn.
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1296
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Im März fiel der englische König, Edward I. in Schottland ein. Im Zuge dieses Feldzuges wurde auch Urquhart erobert.
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1297
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Bei den Aufständen von 1297 führte Sir Andrew de Moray einen Nachtangriff auf die Burg, welcher jedoch zurückgeschlagen wurde. Nach der Schlacht von Stirling Bridge im September des selben Jahres, bei denen die Engländer eine schwere Niederlage erlitten, muss sich auch die Burgbesatzung den Schotten ergeben haben. Die Burg war auf jedenfall im Jahr 1298 wieder in schottischer Hand.
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1303
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König Edward fiel erneut in die Provinz Moray ein und eroberte trotz starker Gegenwehr von Sir Alexander de Forbes die Burg.
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1308
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Nachdem Robert the Bruce zum schottischen König gekrönt wurde, vernichtete er auf einen Feldzug durch das nördliche Schottland die Comyns und eroberte auch Urquhart zurück. Während der Unabhängigkeitskriege wurde es still um die Burg von Urquhart.
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1332
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Als im Jahr 1329 Robert the Bruce starb folgten erneut schwere Kämpfe mit den Engländern. Als die Schotten 1332 bei der Schlacht von Dupplin eine Niederlage erlitten, wurde beinahe ganz Schottland erobert. Nur die Burg von Urquhart hielt mit 4 weiteren Burgen stand.
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1342
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Der schottische König David II., Sohn von Robert the Bruce hielt sich im Sommer in der Burg auf.
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1395
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Die Burg wird von Donald MacDonald, Lord of the Ilse erobert.
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1411
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Nach der Schlacht von Harlaw wurden die MacDonalds von der schottischen Krone nach Westen zurückgedrängt. Auch die Burg von Urquhart kam wieder in königliche Hand.
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1437
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Nach der Ermordung von Jakob I. versuchte der Nachfolger von Donald MacDonlad, Alexander die Burg einzunehmen, scheiterte jedoch bei diesem Vorhaben.
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1452
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Nach einem Waffenstillstand zwischen den Lords of the Ilses und der schottischen Krone wurde die Burg nach dem Tod von Alexander von dessen Nachfolger John erobert. Die Schottische Krone sprach danach John MacDonald das Herrschaftsgebiet von Urquhart auf Lebenszeit zu.
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1462
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John MacDonald unterzeichnete einen Vertrag mit Eduard IV. von England, welcher ihm für die Unterstützung des englischen Königs große Teile des nördlichen Schottlands versprach.
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1476
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Als der schottische König Jakob III: von diesen Plänen erfuhr, sprach er John die Grafschaft Ross ab. Die Burg von Urquhart vertraute er George Gordon, zweiter Graf von Huntly an.
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1479
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Aufgrund ständiger Streitigkeiten wurde das Gebiet und die Burg von Urquhart andauernd verwüstet. Daraufhin wandte sich Huntly an seinen treuen Gefolgsmann Sir Duncan Grant, Lord von Freuchie, welcher die Lage wieder in den Griff bekommen sollte.
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1509
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Die Burg wird den Grants für alle Zeit von König Jakob IV. geschenkt.
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1513
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Nach dem Tod von Jakob IV in der Schlacht von Flodden in Northumberland fiel Donald MacDonlad von Lochalsh in das Gebiet von Urquhart ein und eroberte die Burg. In den folgenden drei Jahren ihrer Herrschaft über die Burg raubten sie der ansässigen Bevölkerung sämtliches Hab und Gut. Bei ihren Abzug nahmen sie hunderte Rinder und Schafe, sowie sämtliche Vorräte und Gebrauchsgegenstände aus der Burg mit.
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1528
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In einer überlieferten Beschreibung der Burg wird bereits von einer Ruine gesprochen.
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1545
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Nach der Schlacht von Blar-na-Leine zwischen den Frasers und den MacDonalds fielen die MacDonalds von Glengarry zusammen mit den Camerons von Lochiel in das Gebiet von Urquhart ein. Dier Anrgiff auf Urquhart war eine Vergeltung gegen die Grants, da diese auf Seiten der Frasers gekämpft hatten. Der Angriff wird als der Große Überfall überliefert. Dabei wurde die Burg und die umliegende Gegend erneut völlig ausgeraubt.
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1644
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An Weihnachten wurde Lady Mary Grant von einem Trupp von Coventanters überfallen, die Burg ausgraubt und sie vertrieben.
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1650
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Nach der Invasion von Oliver Cromwell bauten die Engländer Festungen in Fort William und in Inverness. Die Burg von Urquhart erhält keine Besatzung.
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1689
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Als Folge der Unruhen, die auf die Flucht von König Jakob VII. von Schottland ins Exil folgten, wurde die Burg mit einer Besatung von 200 Mann der Grant Highlanders besetzt. Kurze Zeit später wurde die Burg von aufständigen Jakobitern belagert. Die Besatzung konnte jedoch standhalten.
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1690
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Als die der erste Jakobiter Aufstand 1690 entgültig niedergeschlagen wurde, verließ die Besatzung die Burg und sprengten Teile der Burg.
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1715
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Am 19. Februar stürzen Teile des Grant Towers infolge eines Sturms ein.
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1770
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Eine Bestandsaufnahme belegt, dass der Burg zu jener Zeit bereits sämtliche Dächer fehlten.
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1884
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Die Grafenwitwe von Seafield, Caroline übernimmt de Verwaltung der Burg.
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1911
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Als sie stirbt wird die Burg wie von ihr im Testament verfügt in stattliche Obhut gegeben.
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Quelle: Zusammenfassung der unter Literatur angegebenen Dokumente.
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