BURG LOHRA
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Allgemeine Informationen
Lage Die Burg Lohra liegt auf einem Bergsporn ca. 500 m südlich des Ortes Großlohra.
Nutzung Begegnungs- und Veranstaltungsstätte.
Bau/Zustand Von der Burg Lohra haben sich alle wesentliche Teile erhalten. Nur der Bergfried ist nur noch als Stumpf vorhanden. Die Burganlage umschließt eine Fläche von ca. 140 x 240 m. Die Kernburg hat eine Fläche von 60 x 70 m.
Typologie Höhenburg - Spornburg
Sehenswert
  • k.A.
Bewertung k.A.
Informationen für Besucher
Geografische Lage (GPS)
WGS84: 51°24'50.0" N, 10°37'49.0" E
Höhe: 410 m ü. NN
Topografische Karte/n
nicht verfügbar
Kontaktdaten
k.A.
Warnhinweise / Besondere Hinweise zur Besichtigung
k.A.
Anfahrt mit dem PKW
Auf der A 38 bis Abfahrt Wipperdorf fahren. Auf der B 80 ca. 5 km in südliche Richtung bis zum Abzweig Großlohra weiterfahren. Dort links abbiegen. Die Straße verfolgen über Friedrichslohra in Richtung Kleinberndten. Wenn die Serpentine zu Ende ist, an der Kreuzung links nach Amt Lohra abbiegen. Es folgt über 2 km eine schlechte Straße bis in den Ort.
Die Burg liegt gleich links am Ortseingang.
Kostenlose Parkmöglichkeiten vor der Burg.
Anfahrt mit Bus oder Bahn
k.A.
Wanderung zur Burg
k.A.
Öffnungszeiten
Besichtigung jederzeit möglich.
Eintrittspreise
kostenlos
Einschränkungen beim Fotografieren und Filmen
ohne Beschränkung
Gastronomie auf der Burg
keine
Öffentlicher Rastplatz
keiner
Übernachtungsmöglichkeit auf der Burg
keine
Zusatzinformation für Familien mit Kindern
k.A.
Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer
Für Rollstuhlfahrer erreichbar.
Bilder
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Grundriss
Grundriss Burg Lohra
Quelle: Bienert, Thomas - Mittelalterliche Burgen in Thüringen | Gudensberg, 2000 | S. 178
(durch Autor leicht aktualisiert)
Historie
1116 Erste sichere Erwähnung der Burg erfolgte. In diesem Jahr wird ein Grafengeschlecht in der Person eines Berengar, Graf von Lare, erstmalig urkundlich erwähnt. Es wird jedoch vermutet, dass die Burg wesentlich älteren Ursprungs ist.
12. Jh. Das Grafengeschlecht ist eng mit den Staufern verbunden. Die Grafen hatten verschiedene königliche Ämter inne, die sie in die Lage versetzten, in der zweiten Hälfte des 12. Jh. die Burg in großzügigem Stil auszubauen. Unter Graf Ludwig III. wurde ein großer Bergfried in hervorragender Steinmetzarbeit errichtet. Die Art der Steinsetzung lässt schlussfolgern, dass hier eine Bauhütte tätig war, die unter dem Einfluss der Hirsauer Bautradition stand. Ein weiteres besonderes Bauwerk stellt die Doppelkapelle dar. Das ist eine zweietagige Kapelle, deren Stockwerke durch eine Öffnung in der Mitte verbunden waren. Die obere Etage diente der Herrschaft und die untere Etage den übrigen Burgbewohnern als Andachtsraum. Der Bauschmuck der Kapelle deutet auf Steinmetze hin, die auch im nahen Königslutter gearbeitet haben.
Anfang 13. Jh. Die Geschichte der Grafen von Lohra reißt ab. Graf Ludwig der IV. hatte sich zusammen mit Landgraf Ludwig IV: auf einen Kreuzzug ins Heilige Land begeben und war dort wahrscheinlich umgekommen. Die Grafen von Lohra werden nach diesem Zeitpunkt nicht mehr erwähnt.
1227 Die Grafen von Beichlingen übernehmen die Herrschaft und Burg.
1320 Die Grafen von Beichlingen müßen Teile der Herrschaft an die Grafen von Hohnstein verkaufen.
bis 1593 Die Grafen von Hohnstein residierten bis zu ihrem Aussterben auf der Burg.
Anfang 15. Jh. Mehrfach Verstärkungen werden an den Befestigungsanlagen durchgeführt.
1618 - 1648 Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Burg mehrfach zerstört und wieder aufgebaut.
ab 1712 Die Burg ist eine preußische Domäne. Es erfolgte eine Vielzahl von Umbauten, bei denen häufig die Kernburg als Steinbruch diente. Erst in jüngster Zeit werden Sanierungsarbeiten durchgeführt.
Quelle: Zusammenfassung der unter Literatur angegebenen Dokumente.
Literatur
  • Bienert, Thomas - Mittelalterliche Burgen in Thüringen | Gudensberg, 2000 | S. 177-180
  • Dehio, Georg - Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Thüringen | München, Berlin, 2003 | S. 34 f.
  • Köhler, Michael - Thüringer Burgen | Jena, 2003 | S. 197 f.
  • Krahe, F.-W. - Burgen des deutschen Mittelalters | Augsburg, 1996 | S. 382
  • Maresch, Hans und Doris - Sehenswertes Thüringen, Burgen und Schlösser | Erfurt, 1996 | S. 88
  • Neuenfeld, Klaus - Streifzüge durch Thüringer Residenzen | Langenweißbach, 2012 | S. 69 f.
  • Resch, Regina & Alexander - Thüringer Burgen | Meiningen, 2007 | S. 133
  • Sobotka, Bruno J. & Strauss, Jürgen - Burgen, Schlösser, Gutshäuser in Thüringen | Stuttgart, 1995 | S. 446
Webseiten mit weiterführenden Informationen
  • k.A.
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