ST. MARY'S TOWER | COMINO TOWER | IT-TORRI TA'SANTA MARIJA | FORT STA. MARIA | FORT ST. MARY
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Allgemeine Informationen
Das 1618 über der Steilküste im Südosten der Insel Comino am Seeweg zwischen Malta und Gozo vom Johanniter-/Malteser-Ritterorden erbaute, burgrezipierende Küstenfort Fort St. Mary’s Tower gehört zum Typus der Wignacourt Towers.
Informationen für Besucher
Geografische Lage (GPS)
WGS84: 36°00'24" N, 14°19'47" E
Höhe: 47 m ü. NN
Topografische Karte/n
nicht verfügbar
Kontaktdaten
k.A.
Warnhinweise / Besondere Hinweise zur Besichtigung
k.A.
Anfahrt mit dem PKW
Mit dem Boot vom Hafen Mgàrr auf der Insel Gozo.
Anfahrt mit Bus oder Bahn
k.A.
Wanderung zur Burg
Das Fort ist auf Sicht über Fußpfade und Fahrwege von allen Anlandepunkten der Insel aus zu erreichen.
Öffnungszeiten
Nur Außenbesichtigung.
Eintrittspreise
-
Einschränkungen beim Fotografieren und Filmen
keine Einschränkung
Gastronomie auf der Burg
keine
Öffentlicher Rastplatz
Rasten im Gelände des Forts möglich.
Übernachtungsmöglichkeit auf der Burg
keine
Zusatzinformation für Familien mit Kindern
k.A.
Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer
Wegen der langen Treppenrampe zum Zugang nicht mit Rollstuhl zugänglich.
Bilder
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Grundriss


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Quelle: Zeichnung von Dr. Stephen C. Spiteri (aus: Spiteri 1994).
Historie
Die ca. 2,5 km² große Insel Comino (maltesisch Kemmuna) ist die drittgrößte Insel der Republik Malta. Phönizisch-punische Funde belegen eine frühe Besiedlung. Im Mittelalter und zu Beginn der Frühen Neuzeit suchten mehrfach Korsaren Comino heim. Einzelne lauerten in Buchten auf Boote auf dem Weg von Malta nach Gozo, so dass 1419 der Bau eines Turmes erwogen wurde, doch erst 200 Jahre später – unter der Herrschaft des Johanniter-/Malteser-Ritterordens, der von 1530 bis 1798 die Herrschaft über die Maltesischen Inseln ausübte – begann die Sicherung durch Wehrbauten.

Das Fort wurde 1618 über der Steilküste (80 m) im Südosten Cominos am Seeweg zwischen Malta und Gozo erbaut. Im Kriegsfall sollte es bis zu 60 Mann Besatzung haben. Im 17. Jh. diente es als Ort für Strafversetzungen auf Zeit. Nachdem das britische Militär – Malta war inzwischen britische Kolonie – es 1829 aufgegeben hatte, wurde das Fort u. a. als Winterstallung für Haustiere genutzt. Im 1. und 2. Weltkrieg war der „Tower“ wieder militärisch genutzt und ab 1982 unterhielt die maltesische Armee hier einen Posten.

Im Film ‚The Count of Monte Cristo‘ (2002) stellte St. Mary's Tower das Château d'If dar. 2002/04 erfolgte eine Restaurierung. Ein Steinwall umgibt das Fort. Dessen rechteckiges Kernwerk steht auf fast 8 m hohem Unterbau. Quadratische Ecktourellen flankieren die geböschte Außenmauer (ähnlich die zeitgleichen Forts St. Paul’s Bay Tower, St. Lucian’s Tower und St. Thomas Tower auf Malta). Die UG-Mauer springt weit aus, auf ihr verläuft ein Umgang, Balkenlöcher deuten auf eine hölzerne Konstruktion (Wehrgangdach?). Die vom Gebäude abgerückte Treppe steht nicht in der Portalachse. St. Mary’s Tower tradiert den Typus Kastellburg, durch die Ausziehung der UG-Mauer assoziiert das Fort in der Fernwirkung mehr noch als die anderen eine Burg. Das Fortinnere ist zweigeschossig. Beide tonnengewölbten Innenräume unterteilen Trennwände in jeweils vier kleinere Räume. 1791 gehörten zur Bewaffnung des Forts zwei 12-Pfünder-Eisenkanonen sowie mehrere Geschütze aus Bronze, ein 10-Pfünder, ein 4-Pfünder und zwei 3-Pfünder.

Neben dem Fort steht das Il-Palażż („das Schloss“) genannte, angeblich unter dem Großmeister des Johanniter-Ritterordens Fra Alof de Wignacourt (regierte 1601-22) erbaute Jagdschloss. Es dient heute als Bauernhaus.
Quelle: Zusammenfassung der unter Literatur angegebenen Dokumente.
Literatur
    
  • Stanley und R. Farrugia Randon - Comino, Filfla and St. Paul’s Island | Malta, 1995.
  • Gauci, Anthony - Gozo. A historical and tourist guide to the Island | Hamrun, 1969 | S. 114.
  • Losse, Michael und Stephen C. Spiteri - Burgen, Schlösser und Festungen in Malta | (im Druck).
  • Samut-Tagliaferro, A. - The coastal Fortifications of Gozo and Comino | Valletta, 1993.
  • Spiteri, Stephen C. - The Knight's Fortifications | Valletta, 1990.
  • Spiteri, Stephen C. - Fortresses of the Cross. Hospitaller Military Architecture 1136-1798 | Qormi, 1994 | S. 487.
  • Spiteri, Stephen C. - Fortresses of the Knights | Valletta, 2002.
Webseiten mit weiterführenden Informationen
  • k.A.
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